Operation mit klaren Folgen

Die menschliche Linse bündelt das einfallende Licht und sorgt für eine scharfe Abbildung der Umwelt auf der Netzhaut. Doch mit dem Alter lässt die optische Transparenz der Linsenfasern nach und es bilden sich mehr und mehr Trübungszonen. Allmählich bemerkt der Patient, wie der Blick unscharf wird, als sehe er durch Nebel oder eine Milchglasscheibe. Wenn dies die Alltags-Aktivitäten zunehmend beeinträchtigt, ist der Patient „reif“ für die Cataract-Operation.

Weltweit am häufigsten durchgeführte Operation

Nur jahrezehntelange technische Weiterentwicklungen konnten die Cataract-Operation zu dem machen, was sie heute ist: ein minimalinvasiver High-Tech-Eingriff mit besten Aussichten auf Erfolg. Kaum eine andere Operation ist inzwischen so standardisiert, kein Implantat im Menschen erfolgreicher als die intraokulare Kunstlinse. Kleinschnitt-Chirurgie ermöglicht operieren ohne Naht-Verschluss der Wunde, und das etwa 600.000 mal in Deutschland pro Jahr.

Mikrochirurgischer Eingriff

Die trübe Linse wird mit einer Ultraschallsonde verflüssigt und durch eine Saug-Spül-Verfahren aus der Linsenkapsel abgesaugt (Phakoemulsifikation). Die Entwicklung von faltbaren Intraokularlinsen hat eine Minimierung der Schnittgröße auf unter 3 Milimeter ermöglicht. Die Kunstlinse wird in den Kapselsack implantiert, wo sie sich mit Ihren Haltebügeln fest abstützt.  Das OP-Trauma ist äusserst gering und ermöglicht eine  schnelle Rehabilitation. So können viele Patienten schon am Tag nach der Operation wieder sehen. Um so bemerkenswerter ist dies, wenn man bedenkt, dass vor gut 30 Jahren den Patienten postoperativ noch beide Augen verbunden wurden und für ein paar Tage strengste Bettruhe eingehalten werden musste.

OP-Voruntersuchung

Zum Voruntersuchungstermin in unserer Praxis benötigen sie ca. 1,5 Stunden. Es erfolgt das Erheben der Anamnese und eine genaue Untersuchung der Augen mit erweiterter Pupille (kommen Sie also bitte nicht selber mit dem Auto). Nur so kann beurteilt werden, ob etwa ein erhöhtes OP-Risiko vorliegt und wie hoch die Aussichten auf Erfolg sind. Es liegt in unserem höchsten Interesse, Risiko und Erfolgsaussichten, und somit Sinnhaftigkeit des geplanten Eingriffes gemeinsam mit dem Patienten zu erörtern. Schliesslich müssen Arzt und Patient gemeinsam über den Wunsch, eine Operation durchzuführen, entscheiden. Es folgt die Vermessung der Augen mit dem „IOL-Master“ und die Berechnung der Intraokularlinse. Falls es sinnvoll entscheint, erörtern wir gemeinsam mit Ihnen, ob Sie evtl. eine Sonderlinse mit Zusatznutzen profitieren könnten. Zuletzt bekommen Sie noch den OP-Termin notiert. Mit einer Überweisung  zum Hausarzt wird dort noch ihre Eignung zur OP anhand eines EKGs und eines kleinen Blutbildes bestimmt.

Ambulante Operation: Die Vorteile liegen auf der Hand

Der Eingriff erfolgt ambulant, es ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Wir benötigen keine Narkose, eine lokale Betäubung ist ausreichend.

Sie müssen lediglich ca. 15 Minuten ruhig liegen können.

Es müssen keine Medikamente abgesetzt werden (das gilt auch für Blutverdünnung, ASS, Marcumar, etc.)

Nach ca. 2-3 Stunden können Sie von Ihren Angehörigen wieder abgeholt werden.